Ratgeber Kreuzbandriss

Informationen für Betroffene und Interessierte

Diagnose


Oft geht ein Kreuzbandriss mit einem Peitschenschlag-ähnlichen Knall einher. Anschließend schwillt das Knie des Betroffenen rasch an, da es zu Blutungen in das Gelenk kommt. Eine solche Blutung kann bereits ein erster Hinweis auf einen Kreuzbandriss sein, da sich im Kreuzband Blutgefäße befinden. Besteht der Verdacht auf eine Knieverletzung, sollte ein Orthopäde aufgesucht werden. Dieser wird versuchen, die Stabilität des Knies zu testen, um herauszufinden, ob ein oder beide Kreuzbänder beschädigt wurden und wenn ja, in welchen Umfang. Dies gestaltet sich jedoch häufig schwierig, da die Betroffenen oft unter starken Schmerzen leiden und dadurch das Bein „gegenhalten“. Diese Schmerzen werden durch die beschädigten Nerven des Bandes ausgelöst.

Ein Riss des vorderen Kreuzbandes führt dazu, dass der Unterschenkel bei angewinkeltem Knie wie eine Schublade gerade von hinten nach vorne geschoben werden kann (parallel zum Oberschenkel). Dieses Symptom wird als vorderes Schubladenphänomen bezeichnet. Handelt es sich bei der Verletzung um einen Riss des hinteren Kreuzbandes, so kann der Unterschenkel bei angewinkeltem Knie von vorne nach hinten geschoben werden (hinteres Schubladenphänomen). Liegt jedoch der Fall vor, dass ein Band nur teilweise beschädigt ist (wenn z. B. nur ein Faserbündel innerhalb des Bandes gerissen ist), kann der „Schubladentest“ auch negativ ausfallen und so die Diagnose erschweren.

Bildgebende Verfahren

Ein Kreuzbandriss ist auf einem normalen Röntgenbild nicht zu erkennen, jedoch werden eventuelle andere Verletzungen wie Knorpel- und/oder Knochenschäden sichtbar. Bei einer Kernspintomographie dagegen können auch Kreuzbandrisse erkannt werden. Mit diesem Verfahren kann der Arzt in den meisten Fällen eine sichere Diagnose stellen und feststellen, in welchem Bereich der Schaden liegt und welche Teile des Knies betroffen sind.

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