Ratgeber Kreuzbandriss

Informationen für Betroffene und Interessierte

Ursache und Entstehung


Verschiedene Bewegungsläufe können dazu führen, dass ein oder beide Kreuzbänder reißen. Bei zu starken Drehbewegungen, vor allem des Unterschenkels nach außen, kann das vordere Kreuzband überdehnt werden und ggf. reißen. Aber auch eine Überstreckung sowie extreme Beugungen können zu einer Beschädigung des Kreuzbandes führen.

Risikosportarten

Die meisten Risse des vorderen Kreuzbandes passieren während des Sports. Besonders häufig trifft es Personen beim Wintersport. Durch die festgeschnallten Füße auf Ski oder Snowboard kann der Unterschenkel bei ungünstigem Fall nicht „ausweichen“. Ober- und Unterschenkel verdrehen sich gegeneinander und das Kreuzband kann reißen. Aber auch die sog. Stop-and-go-Sportarten wie Squash, Basketball, Fußball oder Tennis können zu einem Kreuzbandriss führen.

Durch das Reißen des vorderen Bandes kommt es zu einer Instabilität des Schienbeinkopfes. Er kann ohne den Halt des Bandes nach vorne geschoben werden (Tibiavorschub). Wird diesem Problem nicht Einhalt geboten, kann es dauerhaft zu Knorpelabrieb und Arthrose kommen. Das vordere Kreuzband reißt wesentlich häufiger als das hintere.

Ein Riss des hinteren Kreuzbandes

Zu einem Riss des hinteren Kreuzbandes kann es z. B. durch Motorrad- oder Autounfälle kommen. Durch die gebeugte Stellung der Knie beim Autofahren kann das hintere Band bei einem starken Aufprall reißen. In vielen Fällen tritt ein Riss des hinteren Kreuzbandes zusammen mit einem Gelenkschaden oder anderen Verletzungen im Knie auf. In seltenen Fällen sind beide Kreuzbänder betroffen.

Für weitere Informationen und Behandlungsmöglichkeiten besuchen Sie unsere Internet-Seite Seepark Klinik Debstedt

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Kreuzbandriss-News von Curado.de

  • Verletzung von Meniskus und Kreuzband steigern Risiko für Arthritis
    Eine Verletzung des Meniskus oder des vorderen Kreuzbands begünstigt langfristig eine Arthritis am Knie. Eine Operation senkt die Wahrscheinlichkeit für solche Probleme nicht, wie eine niederländische Langzeitstudie zeigt. Die Mediziner der Universität Leiden untersuchten 326 Patienten, die seit mindestens vier Wochen Kniebeschwerden hatten.
  • Generalisten und Spezialisten zusammenbringen
    Chirurgen spezialisieren sich häufig auf Zehen, Kniegelenke, das Gehirn oder einzelne Organe. Generalisten, die das gesamte Problem eines Patienten analysieren und die optimale Behandlung veranlassen können, gibt es dagegen wenige. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) diskutiert auf ihrem 127. Kongress vom 20. bis 23. April 2010 in Berlin deshalb darüber, welche neuen Strukturen es ermöglichen, gesammeltes ärztliches Wissen dort einzusetzen, wo Erkrankte oder Verletzte es benötigen.
  • Wenig Grenzen für die Arzthelferin
    Ohne Helferinnen könnte kaum ein Arzt seine Praxis führen. Wenn die "medizinische Fachangestellte", so die Berufsbezeichnung, das Vertrauen des Arztes besitzt, darf sie ihm eine Vielzahl an medizinischen Maßnahmen abnehmen. Eine verbindliche Liste mit Leistungen, die Helferinnen durchführen dürfen, existiert nicht - weder in einem Gesetzbuch noch in der Berufsordnung, berichtet die "Apotheken Umschau".